Ausstellungsgestaltung ist die Konstruktion einer Erzählung
Der Erfolg einer Ausstellung bemisst sich nicht daran, wie viele Exponate sie zeigt, sondern daran, was die Besucher verstehen. Deshalb beginnt die Gestaltung gemeinsam mit der Kuratierung: Welchem Werk begegnet der Besucher in welcher Reihenfolge, wo entsteht zwischen zwei Bereichen eine Atempause, wo liegt der Höhepunkt der Erzählung? Ein guter Ausstellungsraum führt, ohne dass sich der Besucher geführt fühlt; in einer schlecht konzipierten Ausstellung verliert der Besucher entweder den Weg oder bleibt allem gegenüber auf gleicher Distanz und erinnert sich an nichts.
- Gemeinsames Drehbuch und Gliederung der Bereiche mit dem kuratorischen Team
- Räumliche Erzählung im Ablauf Einführung → Entwicklung → Höhepunkt → Auflösung
- Hierarchie der Exponate: Hauptwerk, unterstützende Gruppe, Kontextobjekt
- Bewusste Atempausen und stille Zonen zwischen den Bereichen
- Zusammenfassung oder Interaktion am Ausgang – ein Abschluss, der die Erinnerung stärkt





