BASIS = VOLUMEN (m³) × DÄMMUNG × KLIMAREGION
ZUSCHLÄGE = FENSTER (m²) × 550 + PERSONEN × 600 + GERÄTE × 500 (+ KÜCHE 4.000)
ERGEBNIS = (BASIS + ZUSCHLÄGE) × FASSADENFAKTOR × GESCHOSSFAKTOR
Wie viel BTU für wie viel m²?
| Raumfläche | Ungefähre Leistung | Kühlleistung |
|---|
| 10 m² | 9.000 BTU/h | 2,6 kW |
| 15 m² | 9.000 BTU/h | 2,6 kW |
| 20 m² | 12.000 BTU/h | 3,5 kW |
| 25 m² | 15.000 BTU/h | 4,4 kW |
| 30 m² | 15.000 BTU/h | 4,4 kW |
| 40 m² | 21.000 BTU/h | 6,2 kW |
| 50 m² | 24.000 BTU/h | 7 kW |
Die Werte in der Tabelle beruhen auf einer Raumhöhe von 2,80 m, mittlerer Dämmung und durchschnittlichen Nutzungsbedingungen. Fassadenausrichtung, Fenstergröße, Geschosslage und Personenzahl verändern das Ergebnis deutlich; für ein genaues Ergebnis nutzen Sie den Rechner oben mit Ihren eigenen Daten.
Was ist BTU?
BTU (British Thermal Unit) ist die Wärmemenge, die nötig ist, um ein Pfund Wasser um 1 °F zu erwärmen. Der bei Klimaanlagen angegebene Wert in BTU/h beschreibt die Wärme, die das Gerät einem Raum pro Stunde entziehen kann. 1 kW Kühlleistung entspricht rund 3.412 BTU/h.
Wie berechnet man den BTU-Bedarf einer Klimaanlage?
In der Praxis wird das Raumvolumen mit einem Faktor für die Dämmung multipliziert, anschließend werden zusätzliche Wärmelasten addiert. Die wichtigsten davon sind die Fensterfläche, die Zahl der anwesenden Personen und wärmeabgebende Geräte. Der ermittelte Wert wird auf die nächsthöhere marktübliche Standardleistung aufgerundet und als Empfehlung ausgegeben.
Was passiert, wenn die Leistung zu groß ist?
Das Gerät beginnt zu takten (Short Cycling). Der Kompressor erreicht die Zieltemperatur zu früh, schaltet ab und startet kurz darauf erneut. Eine Klimaanlage deckt die Gesamtlast in zwei Anteilen: die sensible Last, die die Lufttemperatur senkt, und die latente Last, die der Luft Feuchtigkeit entzieht. Die Kondensation beginnt erst, wenn die Verdampferoberfläche unter den Taupunkt gefallen ist – also nach den ersten Minuten eines Zyklus. In kurzen Zyklen wird dieser Zustand kaum erreicht; das Verhältnis von sensibler zu latenter Wärme gerät aus dem Gleichgewicht, die Feuchtigkeit bleibt im Raum, und er fühlt sich kühl, aber feucht an. Zudem verkürzt der hohe Anlaufstrom bei jedem Start die Lebensdauer des Kompressors.
An welcher Wand und in welcher Höhe sollte die Klimaanlage montiert werden?
Das Innengerät wird an der Wand angebracht, von der aus sich die kühle Luft über die längste Strecke im Raum verteilen kann; vor der Ausblasrichtung sollten keine Hindernisse wie Schränke stehen. Die Montagehöhe liegt meist nah an der Decke, im Bereich von 2,20–2,50 m. Kalte Luft ist schwerer und sinkt nach unten; für den Komfort ist wichtig, dass das Gerät nicht direkt auf Bett oder Sitzbereich bläst.
Beeinflusst die Raumhöhe die benötigte Leistung?
Ja, und zwar direkt. Gerechnet wird nicht mit der Grundfläche, sondern mit dem Volumen: Ein Raum mit gleicher Grundfläche und 3,50 m statt 2,80 m Deckenhöhe benötigt etwa ein Viertel mehr Leistung. In Räumen mit hohen Decken ändert sich zudem die Luftverteilung, deshalb ist eine gesonderte Bewertung nötig.
Dieser Rechner dient der Vordimensionierung; er ersetzt nicht die detaillierte Kühllastberechnung im Rahmen der Projektplanung. Bei Gewerbeflächen, Räumen mit Glasfassade, Serverräumen und Räumen mit hohen Decken sollte der zuständige Fachplaner für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) hinzugezogen werden.